Take Care - die Umwelt liegt in deiner Hand

Der Giesinger Mädchen-Treff und die Pfadfinderinnen der PSG haben das Projekt "Take Care" gestartet, das gefördert wird durch den Umweltfond der bayrischen Staatsregierung.
Klimawechsel und Umweltverschmutzung sind auch im Alltag der Mädchen präsent und erzeugen ein Gefühl von Bedrohung und Auswegslosigkeit. Viele glauben, nichts gegen globale Zusammenhänge ausrichten zu können.
In dem Projekt wird nach der Aufklärung über Probleme, wie die Plastikvermüllung oder den ökologischen Fußabdruck ein Zusammenhang zur persönlichen Lebenswelt der Teilnehmerinnen hergestellt.Sie erfahren, dass kleine Schritte jeder Einzelnen einen wirksamen Unterschied machenund entwickeln Kompetenzen fürdie Gestaltung einer nachhaltigen Lebensweise.

Unsere Schwerpunkte dabei sind:

  • Müllvermeidung
  • Schonung von Ressourcen
  • Kritisches Konsumverhalten und "Do it yourself" als Alternative
  • Vorbildfrauen und Vorbildprojekte
  • Vorstellen von Umwelt-Berufen

Die Mädchen waren schockiert als wir herausfanden, dass 80% aller Plastikprodukte nur einmal kurz verwendet und dann weggeworfen werden, aber wir haben Alternativen gefunden. So war beispielsweise nach Besuch eines verpackungsfreien Supermarktes einziges Überbleibsel des anschließenden Brunches ein Joghurt-Pfandglas. Danach wurden Bambuszahnbürsten und Zahnputztabletten getestet. Außerdem haben die Mädchen eine Abstimmung organisiert und sich fast einstimmig dafür ausgesprochen, dass wir im Treff keine Flüssigseife mit aufwendiger Plastikverpackung mehr benutzen, sondern schlichte Seifenstücke.

Es werdenFirmen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen, vorgestellt, z.B. eine Firma aus Österreich mit Steckerl-Eis in kompostierbarer Zellulose-Verpackung oder ein Münchner Start Up mit einem Becher als Coffee to Go-Alternative.
Wir haben Kerzen aus Wachsresten gegossen, Handcreme selber gemacht und dauerhafte Butterbrotverpackungen aus Stoff und Bienenwachs hergestellt.
Bei einer Schnitzeljagd im Stadtteil haben wir Müllinseln, Bio- und Second-Hand-Läden und grüne Oasen erkundet.
Beim zusammen Kochen tematisierten wir regionale und saisonale Produkte: warum machen wir Erdbeermarmelade im Sommer und im Winter dafür Spinatknödel. Es war auch spannend aus Samen Kräuter wachsen zu sehen und sie später fürs eigene Butterbrot zu ernten.

Ergänzend haben wir Frauen porträtiert, die die Welt verbessern, beispielsweise eine Biologin, die eine Methode erprobt, Müll aus dem Meer zu holen, eine Frau, die einen Unverpacktladen führt oder eine junge Imkerin.
Bei einer Suche in Instagramm konnten wir viele Zero Waste Anregungen für den Alltag finden und uns mit anderen engagiertien Jugendlichen verbinden. Immer wieder posten wire auch Bilder zu unseren Nachhaltigkeitstests auf unserem Instagram-Kanal @psg_muenchen.
Dabei gilt für uns immer: Keine muss heilig werden, jede kann und soll sich ihre Bereiche aussuchen, in denen sie gerne agieren möchte. So bleibt der Spaß an der Sache bestehen und wenn frau erst mal angefangen hat, kommt die Lust an der Challenge "Nachhaltigkeit" ganz von selber.